joshua hoehne Azd614iy2Dg unsplash

Bingo – Klassiker jetzt auch als Geschicklichkeitsspiel

Wer früher im deutschsprachigen Raum das Wort “Bingo” hörte, hatte entweder US-Serien wie “Die Simpsons” im Kopf, in denen alte Frauen in Kirchen dem Spiel nachgingen, oder man wusste, dass das Wort so viel bedeuten kann wie: “Genau richtig”. Inzwischen ist das beliebte Spiel viel mehr Menschen bei uns bekannt, nicht zuletzt, weil es ein beliebtes Online-Game geworden ist. Der einfache Ablauf macht Bingo zusätzlich attraktiv, denn es ist schnell gelernt und macht dann lange Spaß. Das Lotteriespiel gibt es in zahlreichen Varianten. Zu der modernsten Form der Bingo Spiele gehören die Skill Games auf Gaming-Plattformen wie EazeGames. Dort wird aus dem Glücks- ein Geschicklichkeitsspiel.

Wo kommt Bingo her?

Bingo ist ein Nachkömmling des Lotto, wie es schon seit etwa 1530 in Italien dokumentiert ist, und ab dem 18. Jahrhundert über Frankreich nach England wanderte. Wie und wann das Spiel von Europa über den großen Teich schwappte, ist zwar nicht bekannt. Aber in den 1920ern tauchte es auf Rummelplätzen in Pennsylvania auf.  Der Betreiber Hugh J. Ward standardisierte das Spiel und druckte die ersten offiziellen Spielregeln. Ab 1929 popularisierte der New Yorker Spielzeughändler Edwin S. Lowe das Spiel – er ist auch der Erfinder des beliebten Würfelspiels Yahtzee. Der Legende nach beobachtete Lowe in Georgia einige spanisch sprechende Menschen, die Zahlen mit Bohnen abdeckten und im Gewinnfall laut „Beano“ riefen. Das inspirierte ihn und er entwickelte das heutige „Bingo“. Im Laufe der Zeit avancierte Bingo zu einem der beliebtesten Lotteriespiele. Früher spielten die Teilnehmer oft nur um kleine Geldbeträge. Inzwischen erwerben die Spieler einen Tippschein mit nummerierten Kästchen. Übrigens: Das Bild mit den Bingo spielenden alten Damen in der Kirche ist gar nicht aus der Luft gegriffen. Bingoturniere werden in den USA häufig wöchentlich von Kirchgemeinden oder Wohlfahrtsorganisationen ausgerichtet.

Wie funktioniert Bingo?

Wenn wir heute Bingo spielen, dann handelt es sich in der Regel um die US-amerikanische Variante mit einer Bingokarte mit fünf mal fünf Feldern. (Die britische Version etwa hat Karten mit neun mal drei Feldern, von denen einige nicht bedruckt sind, und auch andere Gewinnregeln.) Auf den insgesamt 25 Feldern sind Zahlen aufgedruckt, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt sind. Ausnahme ist das Feld in der Mitte: Es ist als freies Feld markiert und gilt schon beim Spielstart als ausgefüllt.

Der als Conférencier bezeichnete Ansager zieht die Nummern wie in einer Lotterie. Findet ein Spieler auf seinem Tippschein die Nummer, markiert er sie. Ziel ist es, über die gezogenen Nummern bestimmte Gewinnmuster auf dem Schein zu markieren. Das sind in der Regel senkrechte, waagrechte oder diagonale Zahlenreihen über den gesamten Spielschein. Entdeckt der Spieler ein solches Muster, dann ruft er „Bingo!“ und hat gewonnen. An und für sich ist der Spielablauf also recht einfach.

Was ist besonders am Skill Bingo?

Normalerweise ist Bingo wie jede Lotterie ein Glücksspiel. Da es aber immer mehr Gamer gibt, die ein besonderes Talent besitzen und gerne ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, entwickelte man das Skill Bingo. Hier entscheidet nicht der Zufall über den Gewinn, sondern die Reaktionsgeschwindigkeit und das strategische Vorgehen bestimmen den Verlauf. Das ist fair und sorgt dennoch für ausreichend Nervenkitzel.

Zu den Besonderheiten am Skill Bingo gehört zum einen, dass unter Zeitdruck gespielt wird. In der Regel läuft ein Timer, der anzeigt, bis wann einmal oder mehrmals Bingo gemeldet werden muss. Zum anderen gibt es beim Skill Bingo verschiedene Power-ups. Sie können etwa Punkte verdoppeln oder die Ausgabe der Kugeln beschleunigen, so dass Spieler mehr Zahlen in derselben Zeit nutzen können. Zu wissen, wann man welches Power-up für den maximalen Effekt einsetzt, ist ein wichtiger Punkt, der das Skill Bingo zu einem Geschicklichkeitsspiel statt einem Glücksspiel macht.

Übung macht den Meister

Beim Skill Bingo gewinnt der geschickteste Spieler. Die Teilnehmer haben es somit selbst in der Hand und können durch ihr eigenes Verhalten den Spielverlauf positiv, aber auch negativ beeinflussen. Für einen Einsteiger sind die ersten Spiele oft frustrierend, weil erst mit zunehmender Erfahrung die Gewinnchancen steigen. Deshalb macht es Sinn, vorerst mit Coins anstatt mit echtem Geld zu spielen und das Skill Bingo ausführlich zu testen. Allmählich erhöht sich die Geschicklichkeit und der Spieler bekommt ein Gefühl für das Skill Bingo, sodass er nach einer gewissen Zeit dazu bereit ist, mit seinen Gegnern um das mehr oder weniger hohe Preisgeld zu konkurrieren.

Wichtig: In der Regel treten in dem Wettkampf Spieler gegeneinander an, die in etwa die gleichen Fähigkeiten besitzen. Einige Bingo-Profis verdienen damit regelmäßig Geld. Vor Spielbeginn überweisen die Teilnehmer einen bestimmten Betrag auf ihr Spielkonto. Der Gewinner bekommt das Preisgeld. Es ist möglich, dieses auf ein Privatkonto zu übertragen und nach Belieben auszugeben.

Noch mehr Geschicklichkeitsspiele

Das Skill Bingo ist nicht das einzige Game, bei dem persönliches Talent zum Sieg führt. Es gibt zahlreiche weitere klassische Spiele in der neuen Skill-Variante, zum Beispiel Skill Rummy, Skill Dice, Solitaire Skill und 21 Skill. Es macht Spaß, verschiedene Geschicklichkeitsspiele auszuprobieren und letztendlich einen individuellen Favoriten zu finden.

About The Author